Freitag, 5. Februar 2010Ghostdancing
Ich habe mal meinen neusten Song über einen Kurzfilm gelegt, den ich mal gedreht habe. Erstaunlicherweise passt sogar meist der Schnitt dazu.
Dienstag, 2. Februar 2010Neue Amateurlogic.tv Episode Nr. 26Samstag, 30. Januar 2010Wanted
Was passiert, wenn man eine bekloppte Story mit ein paar Matrix-Effekten, die auch in der "Realität" funktionieren, verbindet und einen Film draus macht? Dann kommt wohl Wanted bei raus. Eine Organisation von Webern, die sich wenig kreativ "Die Bruderschaft" nennt, tötet Menschen, deren Namen in dem Stoff zu lesen sind, den ein Webstuhl erstellt, der wiederum von der "Vorsehung" gesteuert wird. Die Mitglieder dieser Organisation können im Kreis schießen und mit Anlauf von einem Hochhaus zum nächsten springen. Allerdings gibt es ein abtrünniges Mitglied, der beginnt die anderen zu töten. Hier kommt ein Loser ins spiel, der nichts auf die Reihe bekommt und ein ziemliches Wrack ist. Sie bilden ihn aus und erzählen ihm, dass der Abtrünnige seinen Vater getötet hat. Da er nicht weiss wer er denn ist, will er jetzt in die Fußstapfen seines vermeintlichen Vaters treten und "eins" mit ihm werden. Naja ob das nun zur Förderung einer eigenen Identität so gut is, bezweifle ich mal. Auf die Idee, diese Auftragskiller im Auftrag der "Vorsehung" zu hinterfragen kommt er aber nicht. Wie dem auch sei, nach einigen erfolgreich bewältigten Aufgaben und der bestandenen Prüfung im um Hindernisse herum schießen, gehts auf die Jagd nach dem Bösewicht. Er kann ihn schließlich töten, doch bevor er abtritt, kommt noch die "Ich bin dein Vater, Luke" Szene. Etwas verwirrt checkt er nun die Lage und entkommt der Häscherin, die bis eben noch auf seiner Seite zu sein schien. Nun übernimmt er die Rolle seines wirklichen Vaters und tritt gegen die Bruderschaft an. Nunja, der Rest ist ja dann recht klar.
Die Stunts sind ja teilweise nicht schlecht, hin und wieder kann man lachen und die Idee mit den Ratten als Bomben ist zwar für Tierschützer ungeeignet aber halbwegs originell. Das die Vorsehung eigentlich die Auflösung der Bruderschaft angeordnet hat ist dann ja noch nachzu vollziehen. Die scheint mir schon immer recht sinnlos gewesen zu sein. Ich erwarte ja von Actionfilmen nicht sehr viel, außer, dass es ordentlich rummst und einem nicht langweilig wird. Aber die Story sollte dann doch nicht zu bekloppt sein, dass man sich die Zusammenhänge dann noch selbst zusammenschustern bzw. schöndenken muss. Es wirkt alles etwas zu sehr einfach aneinander gereiht und so manches kommt einem dann zu sehr geklaut vor.
Geschrieben von Kil
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Donnerstag, 21. Januar 2010Schulstreik in Bremen
Am 28.1.2010 ist es wieder so weit. Eine Demo mit einem so genannten Schulstreik wird wieder veranstaltet.
Folgende Ziele der Aktionsgruppe sind im Flyer zu finden: - Gemeinsames Lernen bis zur 10. Klasse! Das wird ja schon in Gesamtschulen praktiziert. Wobei man auch da dann verschiedene Leistungsstufen für unterschiedlich starke Schüler einrichten müsste, wie das bisher auch der Fall ist. Ansonsten müssten diejenigen die dann doch Abitur machen wollen/können, in den restlichen zwei oder drei Jahren ziemlich viel nachholen. - Geld für Bildung nicht für Banken! Bekannt populärer Spruch - Keinen Konkurrenzdruck und Notenzwang! Ist zwar ein schönes Ziel, doch in der Realität wird wohl niemand mehr was tun, wenn es keine Konsequenzen in Form schlechter Noten hat. Oder man müsste sich was anderes überlegen. Am Ende wird es aber den selben Effekt wie Noten haben. Ein Berwertungssystem bleibt nunmal ein Filtermechanismus, egal wie mans macht. - Kleinere Klassen und mehr Lehrer_Innen! Sinnvoll, aber sollte durch eine Betreuung am Nachmittag ergänzt werden. Nicht nur für die schwachen Schüler sondern für alle. - Selbstbestimmtes Lernen statt Frontalunterricht! Was ich so von den LehrerInnen gehört habe, scheint Frontalunterricht eh nicht mehr so in Mode zu sein. Aber selbstbestimmtes Lernen ist ein ziemlich schwammiger Begriff. Heißt das, die Kinder können das lernen, was ihnen am besten gefällt? Oder einfache Gruppenarbeit statt Frontalunterricht? Letzteres gab es schon in den 80ern bei mir in der Grundschule. - Weg mit dem 12-Jahre Abitur! Darüber kann man jetzt streiten. Man sollte vielleicht die Stofffülle etwas kürzen und an die kürzere Zeit anpassen. Es geht meiner Ansicht nach auch nicht unbedingt um das Wissen selbst, sondern um die Fähigkeit sich Wissen anzueignen und wissenschaftlich zu arbeiten. Wer Soziologe werden will, muss nicht unbedingt ein Chemie- oder Biologieexperte sein. Wer das aber doch studieren möchte, da kanns natürlich nicht schaden. Da fängt dann aber auch der Streit an, wo soll gekürzt werden. - Freier Universitätszugang für alle! Super Idee. Nur leider nicht möglich. Da sollte man mal den vielzitierten und verehrten Herrn von Humboldt fragen, warum er das Abitur zum Schlüssel zu den Universitäten gemacht hat. Im Prinzip kann jeder, der es wirklich will zu einem Abitur gelangen. Wer mal genau hinsieht, der wird entdecken, dass es ziemlich viele Möglichkeiten dazu gibt. Notfalls auf dem Zweiten Bildungsweg. Das kostet natürlich etwas mehr mühe, als der direkte Weg, bietet aber für alle Qualifizierten einen Weg zur Uni. Wer dies macht, warum und warum nicht, dass steht natürlich auf einem anderen Blatt. Aber ich glaube kaum, dass plötzlich alle studieren, nur weil sie einfach so zur Uni gehen könnten. Die Anforderungen sind doch schon etwas andere als in einer normalen betrieblichen Ausbildung. Irgendwie impliziert diese Forderung ja, dass alle studieren wollen, dem ist aber bei weitem nicht so. Es gibt sogar Eltern, die wissentlich ihr Kind auf eine niedrigere Schule schicken, trotz Gymnasialempfehlung. Ebenso gibt es Eltern, die ihren erwachsenen Kindern keinerlei Unterstützung zukommen lassen, wenn sie es denn trotzdem noch an die Uni schaffen. - Individuelle Förderung anstatt Elitenbildung! Da sind wir wieder bei dem Thema der kleineren Klassen und der Förderung am Nachmittag. Elitenbildung wird man immer haben, so wundert es nicht, dass die Mittelschicht verstärkt auf private Bildungsinstitute zurückgreift, die schon Kleinkinder in die höhere Mathematik einführt. Bourdieu nannte es die Bildungsinflation. Der Wert von Bildungstiteln sinkt, wenn es vermehrt Zugang dazu gibt. Also wird man sich auf andere Qualifikationen verlegen, die man nur in höheren Gefilden der Gesellschaft erlernen kann. Wer dann doch mal hochkommt wird sofort an seinem Verhalten erkannt. Wer mehr Geld und Wissen über das System hat, wird immer im Vorteil sein. Wer sagt, dass durch individuelle Förderung eine Elitenbildung nicht mehr stattfindet, wirft hier nur Nebelkerzen. Insgesamt hätte ich gerne mal im Detail gewusst, was sie mit den einzelnen Punkten meinen. Doch die Webseite gibt mal wieder nichts her. Das gleiche Problem, wie bei den Studentenprotesten. Wohlklingende Forderungen, die im Detail entweder kaum umsetzbar, das Problem nur Verlagern oder zu allgemein sind. Da fehlt mir das detailierte Alternativprogramm. So überlässt man es wieder den Politikern mit Nebelkerzen zu agieren, die dann die allgemeinen Ziele mit ebenso allgemeinen Absichtserklärungen und Schönrednerei angeblich umgesetzt haben. In Wirklichkeit aber hat sich dann nichts geändert. Dienstag, 19. Januar 2010Der Protest am Ende Mit dem Anfang des neuen Jahres wurde der Bildungsstreik mit der Besetzung zweier Seminarräume ersteinmal beendet, die Maler haben die Parolen an den Wänden übertüncht und alles scheint wieder normal zu sein. Abgesehen von ein paar bunten Säulen und den Pappmodellen des GW3 die noch hier und da rumstehen oder -hängen. Die GW3 Anhänger haben leider ihr Ziel erreicht und bekommen Geld von der Uni, um eine neue Hütte zu bauen. Diesmal sogar mit Betonfundament. Sogar ein Stromanschluss wird vorhanden sein. Für die Stromkosten von maximal 50 Euro im Monat kommt die Uni auf. Nunja, vielleicht halten sie dann endlich ruhe und tanzen ohne jemanden zu stören um ihr goldenes Kalb. Wir werden es sehen. ![]() Interessant ist dieser Eintrag auf ihrer Seite mit dem Titel "stasiVZ auf spitzeltour". Dort kommen Gegner des GW3 und der Verunstaltung der Uni durch die Anhänger desselben zu Wort. Die Artikel auf der Seite sind generell selten mit Kommentaren versehen und wenn, dann sind diese nicht von Kritikern. Mir scheint, dass man einfach eine kleine Auswahl hier veröffentlicht hat, vielleicht auch um den Gegner bloßzustellen (was durch die Überschrift irgendwie nicht wirklich erreicht wird) und alle anderen kritischen Einträge der nicht vorhandenen, "basisdemokratischen" Zensur zum Opfer gefallen sind. Wie ich ja schon berichtete, scheint mir das GW3 keinen besonders großen Rückhalt unter den Studenten zu haben. Trotzdem macht diese kleine Gruppe einen ziemlichen Lärm und scheint auch mit dafür verantwortlich zu sein, dass die Uni voll mit Parolen und Aufklebern bezüglich des GW3 ist. Leider ist die Trennung zwischen GW3 Aktivisten und denen, die an den Studienbedingungen arbeiten wollten, zumindest in der Öffentlichkeit nicht gut kommuniziert worden. Fundsachen Gefunden an der Hochschule Bremen. Sehr gute Wahlwerbung für einen Sitz im akademischen Senat. Und das, wo die Wirtschaftswissenschaftler immer so genau sind. Seltsamerweise hat man die Plakate trotzdem aufgehangen. Inwzischen müsste aber auch jeder den Fehler bemerkt haben. Der Mann fürs Grobe...
... war der Roland Koch ja schon immer. Auf tagesschau.de sieht man aber auf den ersten Blick, wie absurd sein derzeitiges Theater um mehr Sanktionen gegen Hartz IV Empfängern ist. Direkt unter einem Artikel über seine neuesten Vorschläge, wie man die faulen Arbeitslosen endlich vor dem Fernseher wegholt, steht die Meldung: "Regierung erwartet 320.000 neue Arbeitslose".
Da fragt man sich ja, woher die vielen neuen Arbeitsplätze kommen sollen, in die dann die Hartz IV Empfänger vermittelt werden können, wenn sogar noch weniger Arbeitsplätze da sind. Bleibt natürlich die Frage, warum macht der gute Roland denn sowas? Da wäre meine Vermutung, dass er entweder dafür sorgen soll, dass die angekündigte Hartz IV Reform nicht allzu groß ausfallen wird, zumindest was das "Fordern" angeht keine allzgroßen Erleichterungen durchgehen. Oder, dass sich der "Arbeiterführer" Rüttgers vor der Wahl in NRW als wahrer Sozi darstehen kann, jedenfalls im Vergleich zu Koch. Das Problem der SPD ist bei dem Thema, dass sie es ja selbst verbockt hat, auch wenn zu der Zeit die CDU schon eine Bundesratsmehrheit hatte und sie daher kräftig in Richtung Fordern am Gesetz drehen konnte. Aber das weiß ja keiner mehr. Ändert aber auch nichts an der traurigen Tatsache, dass es die Idee der SPD war. Bis jetzt ist noch jede Studie, die ich mal gesehen habe, zu dem Schluss gekommen, dass zwar ordentlich gefordert wird, aber die Förderung, die bei diesen Menschen meist dringend anzuraten wäre, deutlich zu kurz kommt. Wenn ich mal Zeit hab such ich dazu mal was raus. Die Fragen wären ja, wie ist unter anderem der Ausbildungsstatus, der gesundheitliche Zustand und das Alter der Betroffenen. In den Äußerungen von Politikern, wird ja immer gerne implizit angenommen, dass (Langzeit)Arbeitslose jederzeit Arbeit finden würden, wenn sie denn nur wollten. Das setzt aber auch ein paar Bedingungen voraus. Wenn man die Formulierungen von Koch betrachtet, so scheint er den Eindruck vermitteln zu wollen, dass die "Faulen Säcke" zumindest 50% ausmachen oder mehr. Montag, 18. Januar 2010Rauswurf
Die in den Siegener Bunkern probenden Bands wurde gekündigt. Der Bund möchte die Gebäude loswerden. Im Bunker am Oberen Schloss werden schon 2011 Wohnungen zu finden sein. Wie die Siegener Zeitung berichtet, hat ein Architekt einen Plan für die "nicht genutzten Räume" entworfen und wird dies entsprechend umsetzen.
In Siegen (und nicht nur dort) ist es äußerst schwierig einen Proberaum zu finden. Daher waren die Bunker ein Idealer Raum. Dicke Wände ließen keinen Schall raus. Wenn da jetzt mindestens 25 Bands auf der Straße stehen gleicht das einer Katastrophe. Wie der Sportraucher schreibt, hat man schon die Gründung einer Interessengemeinschaft beschlossen. Man kann nur hoffen, dass sich eine Lösung findet. Das ist ein herber Schlag gegen die Siegener Musikszene. Auf der Suche nach einem Proberaum hier in Bremen, bin ich auf einen privat verwalteten Bunker gestoßen. Dort verlangt man 10 Euro für den Quadratmeter. Ich hoffe mal dass dieses Schicksal nicht auch Siegen ereilen wird. Gefunden beim Sportraucher Samstag, 19. Dezember 2009Es wurde Kalt in Europa...
...während man sich in Kopenhagen die Köpfe heiß redete. Am Ende kam natürlich nur eine Absichtserklärung zustande, die nicht mal angenommen sondern nur "zur Kenntnis" genommen wurde.
Die Bilanz fällt nun gespalten aus. Zwischen total gescheitert und nicht ganz gescheitert bewegen sich die Stimmen der Kritiker und Kommentatoren. Wäre es nur um die Umwelt, bzw. Klima gegangen, so wäre vielleicht etwas gegangen. Doch in wirklichkeit gings natürlich um wirtschaftliche Interessen. Die Entwicklungsländer wollen den gleichen Standard erreichen, den wir in Europa und Nordamerika haben. Das würde natürlich mehr CO2 in die Luft blasen. Die Industrieländer wollen aber nicht auf Wirtschaftswachstum verzichten, da ist eine Reduktion von 20-30% wie von der EU vorgeschlagen hat schon wagemutig. Das Problem, um das es wirklich geht, ist, dass es nicht genug für alle gibt. Ewiges Wachstum und das auch noch für alle Menschen ist utopisch. Man müsste die Menschheit schon auf 1-2 Milliarden Menschen reduzieren, dass man dies schaffen könnte. Zwar auch kein ewiges Wachstum aber immerhin ein Lebensstandard nach europäischem Vorbild mit sparsamerer Technik. Für die derzeitige, noch wachsende, Weltbevölkerung ist einfach nicht genug da. Würde man dies offen zugeben und darüber sprechen, was dies bedeutet, so müsste man natürlich das System, wie es derzeit ist, in Frage stellen. Weniger Produktion bedeutet auch weniger Arbeitsplätze und die zu erhalten, hat sich die Politik ja als fast schon rettenden Strohhalm zur Legitimierung gesucht. Wir haben es also hier, meiner Meinung nach, um ein Wettrennen um die letzten Ressourcen der Erde zu tun. Das Klima ist da eher eine willkommene Ausrede um die wirklichen Themen zu verdecken. Nämlich das Energie- und Bevölkerungsproblem. Langfristig wird sich das Klima so oder so ändern, ob wir nun etwas daran machen können oder nicht. Man sollte also eher schauen wie man die Folgen in den Griff bekommt. Eine internationale Lösung, die auf weniger Wachstum beruht, ist, wie man in Kopenhagen gesehen hat, nicht erreichbar. Am Ende bleibt nur die Erkenntnis, der Mensch lernt erst, wenn die Katastrophe geschehen ist. Wenn nichts mehr da ist, dann wird gejammert, obwohl man genau wusste das irgendwann nichts mehr da sein wird... update Der Spiegel Online Artikel trifft es ganz gut. Zitat: "Dabei geht es um Lösungen, die auch dann sinnvoll sind, wenn sich der Klimawandel wider Erwarten als Hirngespinst von Forschern herausstellen würde. Dieselben Schritte müssten getan werden, zu denen der Weltklimagipfel nun nicht in der Lage war. Die fossilen Reserven sind begrenzt, Öl wird innerhalb von 40 Jahren knapp und Kohle binnen 120 Jahren" Die Frage wäre nur, ist das Vertrauen in die Politik so geschwunden, dass die Menschen es selbst in die Hand nehmen? Und wer bezahlts? /update Freitag, 18. Dezember 2009Ansichtsexemplar
Was man nicht so alles in den VZs an Nachrichten bekommt. Die junge Dame die mir schrieb, hat ein großes Problem mit einer Hausarbeit. Leider findet sie gar keinen Anfang und sucht nun ein "Ansichtsexemplar" um sich Inspiriation zu holen. Nun sie könnte ja auch direkt sagen, dass sie von mir abschreiben will. Vermutlich sogar einfach copy&paste. Sie könnte sich ja auch bei den diversen Portalen bedienen, doch die werden ja von den Profs meist gecheckt. Somit wäre eine Übernahme nicht sehr klug.
Leider hat sie da bei mir keine guten Erfolgsaussichten, da ich sowas nicht unterstütze. Ich habe zwar sogar mal was zu Generationen geschrieben, aber das steht schon im Netz und würde hoffentlich auffliegen. Hier mal die Nachricht anonymisiert zur allgemeinen Erheiterung: Hallo y, Samstag, 12. Dezember 2009Neue Amateurlogic.tv Episode
Die Jungs von Amateurlogic.tv haben eine neue Folge produziert. Wer es noch nicht abonniert hat, kann dies bei Youtube tun.
Donnerstag, 10. Dezember 2009Besetzung in Bremen: Das Ende?
Gestern kam eine Email der Protestierenden zur Besetzung. Darin wurde sich auch von den Bemalungen distanziert, das laut deren Aussage, gegen die einstimmige Ablehnung des Plenums erfolgte. Nun da stellt sich dann die Frage wer denn dann für den Schaden aufkommt, dazu aber später mehr.
Man hat sich jetzt in Arbeitsgruppen aufgeteilt und will darin jeweils die Probleme lösen, die durch die Situation an den Unis entstanden sind. Allerdings sehe ich in manchen Titeln der Arbeitsgruppen nicht unbedingt, dass akute Probleme gelöst werden. Utopie, Gesellschaftskritik, Geschichte der Reformuni Hört sich jetzt eher nach ner tollen Freizeitbeschäftigung an. Wie sieht die ideale Uni/Gesellschaft aus. Ethik der Uni, Diskriminierung Musste ja sein. Diskriminierung ist ja immer ein Thema. Zu den "Malern" gehörten Leute, die dieser Meinung waren, wenn man nach den Sprüchen geht. Info über Unistruktur, Kultur, Feierei Da fragt man sich was das nun mit dem Studium an sich zu tun hat. Über mangelnde Studentenparties hab ich noch keinen jammern hören. Aufbau Lehramts-StugA Sehr speziell wundert aber nicht, die meisten der Protestierer sind wohl Lehramtsstudenten Nun zu den Bemalungen und sonstigen Beschädigungen am und im Gebäude. Dazu kam eine Email vom Rektor- Darin wird die Sachbeschädigung moniert, die ja nach einer Dialogveranstaltung mit dem Rektor erfolgte und die Beendigung der Besetzung gefordert. Außerdem sollen die Besetzer klären, wie man die Sachbeschädigung reparieren kann. Das wird noch spannend. Man könnte ja theoretisch Farbe kaufen und dann alles wieder weiß streichen. Für beschädigte Einrichtung und Technik wäre dann wohl eine Spendensammlung anzuraten. Oder die Musiktherapiegruppe könnte auf dem Weinachtsmarkt etwas Geld einspielen. Da bin ich mal gespannt wie sie das lösen. Es mag zwar sein, dass die Mehrheit gegen solche Aktionen war, aber anscheinend hat sie keiner aufgehalten. Solche ausgedehnten Malereien malt man nicht in Sekunden. Von daher kann sich da eigentlich keiner aus der Verantwortung stehlen. Update Wir Florian berichtet, scheint der Protest an seinem Ursprungsort, der Uni Wien langsam einzuschlafen und recht unkoordiniert auszulaufen. Der Vorschlag von Niko, eine Abschlussparty zu veranstalten und dann erstmal zu schauen wie sich das entwickelt, erscheint mir auch die beste Methode. Es bringt ja nichts jetzt ewig den Raum zu besetzen, man muss dem Gegner auch mal Zeit geben, die eigenen Forderungen umzusetzen, sofern sie sich dazu bereiterklärt haben. Von daher war die Besetzung in Bremen recht unnütz. Der Rektor hatte ja schon einen Dialog begonnen und Vorschläge wurden aufgegriffen und nun in den Gremien der Universität diskutiert. Da könnte man jetzt das unnütze Diskutieren sein lassen und ersteinmal abwarten. Notfalls besetzt man eben neu. update Ende
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in Bremen, Uni
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Kaffeefilterkrieg
Wie der Spiegel berichtet, geht Melitta gegen einen Werbespot von Kaffeepartner vor. Die Würde der Kaffee-Filtertüte ist in Gefahr.
gefunden bei Daniel Dienstag, 8. Dezember 2009Studentenproteste die Forderungen
Am Donnerstag den 10.12.09 ist eine Großdemonstration am Hauptbahnhof Bremen angekündigt. Dazu liegen überall Flyer aus und Plakate hängen an den Wänden. Die Forderungen sind darauf auch zu finden. Leider werden sie auf den diversen Seiten dazu nicht näher erläutert. Dabei strotzen sie nur so vor Floskeln, die Alles und Nichts bedeuten können.
- Freie, kritische Bildung für alle! Da fragt man sich ja was denn „freie“ und „kritische“ Bildung ist. Bezieht man „kritisch“ auf die die von linker Ideologie herkommenden kritischen Wissenschaft, so kann dies nur bedeuten, dass die Dozenten in Zukunft alles danach ausrichten. Eine marxistisch geformte Bildung. Ob das jetzt im Sinne von „frei“ und „kritisch“ ist. Das mag ich mal bezweifeln. - Selbstbestimmtes Lernen, statt Leistungsdruck Die Forderung klingt auch super. Habe ich auch schon in meinem Studium bei dem ein oder anderen Prof erlebt. Insgesamt hab ich da auch wohl am meisten gelernt, weil ich da über Themen geschrieben habe, die mich interessierten. Allerdings benötigt man dafür eine Menge Selbstdisziplin und die meisten Hausarbeiten hab ich dann doch erst gegen Ende des Studiums geschrieben, als ich mehr oder minder fertig werden musste. Insgesamt gesehen bin ich auch dafür, doch habe ich von nicht wenigen Leuten gehört, dass ihnen die festen Strukturen im BA durchaus gefallen und entgegen kommen. - Bildung statt Ausbildung! Auch hier wieder eher eine geteilte Einschätzung. Ein wenig Arbeitsmarktbezug kann nicht schaden. Nun haben die meisten der Studenten, ja nie eine betriebliche Ausbildung gemacht und ein paar Aushilfsjobs geben auch keinen großartigen Einblick. Für mich ist ein gewisser Anteil an Praxisnähe sehr wichtig. Ein Studium, dass nur aus Theorie und tollen Worten besteht ist für mich wertlos. Ich will mich ja schließlich danach bewerben und würde gerne ein paar handfeste Fähigkeiten nachweisen können. Auch wenn man das meiste sicher nachher im Job noch dazulernt und sich verbessert. Ein paar Grundkenntnisse in den im späteren Job benötigten Fähigkeiten kann sicher nicht schaden. Dann könnte man Lehrer auch komplett nur theoretisch ausbilden und sie dann in die Schule schicken und denken, sie wissen ja wie es geht. Die Praxis sieht da etwas anders aus. - Bildung kostet Geld, aber Kommerzialisierung kostet freie Bildung! Hier ist jetzt wieder die Frage was man unter freier Bildung versteht. Vielleicht frei im sinne von Kostenlos? Ich würde ja eher Kommerzialisierung auf die Forschung beziehen. Das muss ja auch nicht immer schlecht sein, doch Grundlagenforschung muss auch jemand bezahlen und ist teuer, ohne dass man weiß was am Ende dabei rauskommt. Wahrscheinlich geht’s aber hier eher um Studiengebühren. Nach einer neuen Studie , halten diese die Abiturienten vom Studieren ab. Was auch zu verstehen ist. Wobei noch im schlimmsten Fall maximal „nur“ 4000 Euro bei rumkommen, sofern man BA und MA in Regelstudienzeit fertig bekommt. Dazu kommen natürlich noch BAFöG Schulden oder Studienkredite, sofern die Eltern nicht in der Lage sind das Studium und Lebenshaltung zu bezahlen. So ein Studienkredit kann locker mal die 50.000 Euro erreichen. Das ist schon keine Kleinigkeit mehr. Je nach Studiengang, wo der Einstig ins Berufsleben durchaus mal holprig sein kann, ein recht großes Risiko. - Bildung darf nicht krank machen! Hier wird auf die hohe Arbeitsbelastung der BA Studenten verwiesen. Die durchaus mal die 60 Stundenwoche erreichen kann und zu mehr Andrang in den psychologischen Beratungsstellen geführt hat. Sofern man denn wirklich so viel Zeit aufwendet, wie die Punkte die man bekommt an Zeit wert sind. Wenn man in den Semesterferien 5 Klausuren und noch 2 Hausarbeiten schreiben muss, dann kann das durchaus mal eng werden. Von daher eine berechtigte Forderung, die Prüfungsleistung zu reduzieren. Weniger ist hier deutlich mehr. Lieber weniger und dafür etwas längere Hausarbeiten, als kurz und mal eben schnell dahergeschrieben, oder mal eben was auswendiglernen für die Klausur, das man 2 Stunden danach schon wieder vergessen hat. Sicherlich auch ein Problem dabei ist die mangelnde Zahl an Betreuern. Man hat nämlich vergessen zu erwähnen, dass in den Ländern, wo das verschulte BA System schon existiert, eine größere Zahl an Betreuern vorhanden ist, die die gehobenen Anforderungen erst leistbar machen. Ist aber kein Einzelfall, bei den Studiengebühren hat man die Stipendien ja auch vergessen und versucht sie nachträglich mal irgendwann anzubieten. - Faire BAFöG-Richtlinien! Hier muss ich mal uneingeschränkt zustimmen. Bei der BAFöG Regelung ist sicher einiges zu verbessern. Zum Einen die Erhöhung. Zum Anderen, die Erhöhung der Altersgrenze. Da man jetzt nicht sofort den Master machen muss, sondern auch erst einmal arbeiten gehen kann und den Master einfach in späteren Jahren noch nachholen kann, muss die Altersgrenze nach oben verschoben werden. Vor 30 jahren lag sie schon einmal bei 35, wurde dann aber aus politischen Gründen auf 30 Jahre gesenkt. Zwar mag das BAFöG eine jugendpolitische Maßnahme sein, doch wenn man dauerhaft das „Lebenslange Lernen“ propagiert, aber andererseits dieses aktiv durch die Finanzen torpediert, dann ist das auch nichts weiter als hohles Politikpalaver. - Master-Studienplätze für alle! Zumindest in den Sozialwissenschaften sehe ich da zur Zeit keine Probleme. Von einigen Universitäten höre ich von nicht ausgelasteten Masterstudiengängen. Es scheint also zumindest in dem Bereich genug zu geben, für die die einen Master machen wollen. Das mag in anderen Studiengängen anders sein. Aber auch hier gilt, wenn man schon das Studium in zwei Hälften teilt, sollte man auch allen, die es möchten die Chance geben, beide Teile zu absolvieren. Gerade im Lehramtsbereich, macht es überhaupt keinen Sinn, nach dem BA aufzuhören. Andererseits müsste man dann mehr differenzieren. Es muss einerseits wissenschaftlich ausgelegte Masterstudiengänge geben, die auf eine Karriere an der Uni vorbereiten und andere, die mehr praktisch ausgelegt sind. - Effektives Stimmrecht in Hochschul-Gremien für Studierende Das gab es mal in Bremen, die Drittelparität wurde jedoch nach einer Klage einiger Professoren wieder abgeschafft. Für sinnvoll halte ich es allemal, da die studentische Vertretung sonst eher zur Alibiveranstaltung wird. Allerdings neigen, nach meinen Erfahrungen, die Studenten auch eher zu einer Protest- und Blokadehaltung, die sie dann allerdings vielleicht mal lernen würden aufzugeben und sich konstruktiv zu benehmen. - Allgemein-politisches Mandat für studentische Gremien! Was das bedeuten soll ist mir ein Rätsel. Warum sollten studentische Gremien irgendein Mandat für allgemein politische Themen haben? Etwa in jedem Parlament einen studentischen Beirat? Vielleicht wäre die Gründung einer effektiven Lobbygruppe da effektiver. Eine allgemeine demokratische Legitimierung für nur von Studenten gewählte Gremien kann man nicht machen. Dann müssten diese auch von allen gewählt werden dürfen. Quasi als Partei. Leider steht dazu auf den einschlägigen Webseiten nichts. Wer doch noch was findet, kann mir gerne Infos zukommen lassen. Eine Demo ist sicherlich sinnvoller als die Besetzung von Uniräumen. Aber die Forderungen sind mal wieder zu unkonkret formuliert. Wahrscheinlich das Ergebnis endloser Diskussionen, in denen selbst noch über die Diskussion eine Diskussion geführt wurde.
Geschrieben von Kil
in Bremen, Politik, Uni
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Tags für diesen Artikel: bachelor, besetzung, bildung, bildungspolitik, bildungsstreik, bolognaprozess, demonstration, forderungen, master, studiengebühren
Samstag, 5. Dezember 2009Ursula von der Leyen stoppt die Arbeitslosigkeit
cbschmidt hat auf Twitpics dieses schöne Foto veröffentlicht. Jetzt stoppt sie auch noch die Arbeitslosigkeit. Was wären wir nur ohne sie?
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