Am Wochenende war CW Fieldday Contest. Mein OV hatte sich auf einem hohen Berg postiert und es wurden Verbindungen gemacht, was die Bänder hergaben. Da ich zufällig gerade in der Gegend war, hab ich mal vorbeigeschaut. Auf dem Foto sieht man den Aufbau. Ein Yaesu Transceiver an den ein Computer mit Morse-Dekodier- und Sendesoftware, sowie einem Logbuchprogramm angeschlossen ist. Damit kann man dann morsen ohne es selbst zu können. Man ist allerdings auf recht saubere Signale angewiesen, sonst gibt es Probleme beim Erkennen der Zeichen. Für die Könner ist auch noch eine Morsetaste angeschlossen.
Insgesamt ging es recht gut, ich habe zum ersten Mal so ein Programm benutzt und die Töne die aus dem TRX kamen, waren für mich nur unverständliche Pieptöne. Trotzdem konnte ich über 30 Verbindungen herstellen. Das schlimmste sind eigentliche die Abkürzungen. So schreibt man statt der “0″ ein “t”, da dieses Zeichen schneller zu geben ist. Für “9″ gibt man ein “n”. Bin mal gespannt, wie wir beim Contest abgeschnitten haben. Die Ergebnisse werden wohl in den nächsten Wochen ankommen. 
Bei der Gelegenheit konnte ich auch mal die QSL Karten abholen, die in den letzten zwei Jahren aufgelaufen waren. Viele waren es nicht, da ich nur auf UKW Betrieb mache und das auch recht selten. Abgesehen davon, wird auf UKW, gerade im Relaisbetrieb meist keine Karte versendet. Es sind aber immer mal wieder Sonder DOKs oder Sonderrufzeichen unterwegs.
Zu PE1OID konnte ich eine Verbindung aus Norddeich über das UKW Relais in Emden herstellen. Ich stand auf dem Deich und konnte mit der Handfunke und 5 Watt noch gut durchkommen. Wie man auf der Karte sieht, ist sein Standort direkt gegenüber von Emden. Solche Verbindungen mit dem Ausland über UKW sind recht selten. Jedenfalls direkt über Funk. Per Echolink oder D-Star kann man natürlich auch über Internetverbindungen zwischen den Relais mit der ganzen Welt Kontakt aufnehmen. Daher finde ich Karten aus dem Ausland immer besonders spannend.
Die Lighthouse Karte ist von einer Aktion, bei der Leuchttürme für den Amateurfunk genutzt werden. Dazu gibt es dann Sonder DOKs. Solch seltene Karten sind natürlich auch sehr beliebt. Den Kontakt konnte ich durch das D-Star Relais in Bremen herstellen. Die Karte von DL0IA ist ebenfalls ein Sonder DOK des OV Sundern. Etwas überrascht war ich über die Karte von der Interradio. Ich hatte zwar auf der ausgeschriebenen Frequenz gerufen, aber nie eine Antwort bekommen. Anscheinend wurde ich aber trotzdem gehört. Da es eine Karte zum 30 Jahre Interradio Jubiläum ist, ist die Karte natürlich besonders wertvoll.
Auf Kurzwelle gibt es natürlich wesentlich mehr QSL Karten. Daher ist das Ziel einen KW TRX, den man auch mal portabel einsetzen kann. Zusammen mit einem PC und digitalen Betriebsarten lassen sich auch mit wenig Leistung relativ weite Verbindungen erzielen. Am besten in ein Rack oder Koffer sendefertig montiert. Ist auch praktisch für den Transport. Am besten wäre noch ein eigener VW Bus mit fest installierter Sendeanlage. Für den Fieldday ist das äußerst praktisch. Letztes Jahr habe ich ein Mercedes G Modell aus Beständen Bundesgrenzschutzes gesehen. Das war schon fertig für Funk vorbereitet und eine Anlage war fest verbaut.
Auf jeden Fall praktischer als der Anhänger, der beim Fieldday die Tage benutzt wurde. Gerade auch heiztechnisch.
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Sehr schön, so ein Contest macht auch immer Lust auf mehr. Leider ist .de von hier aus über KW recht schwer zu kontakten, wohl auch der direkt vor mir liegenden Anden wegen, dafür klappt natürlich Ozeanien und Japan 1A!
Gruß aus OE
Mike